Ästhetische Operationen & Behandlungen

Die plastische Chirurgie (auch plastisch-ästhetische Chirurgie) hat sich aus den Wurzeln der Wiederherstellungschirurgie entwickelt. Besonders die operative Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde muss sich in großem Maße mit den rekonstruktiven Problemen nach Entstellungen des Gesichts durch Tumore, Unfälle oder Kriegsfolgen beschäftigen. Nach wie vor stellen diese plastischen Operationen höchste Ansprüche an den Chirurgen. Die besonderen Kenntnisse der Kopf- und Halsanatomie kommen den Erfordernissen der plastisch-ästhetischen Chirurgie in besonderem Maße entgegen. Die Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“ wird von den Landesärztekammern nach Erfüllung standardisierter Qualitätskriterien erteilt.

Wir setzen moderne Techniken und neue Kenntnisse ein - durch regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Fortbildungen. Die Ärzte unseres plastischen Teams sind daher teilweise auch Mitglieder der renommierten European Academy of Facial Plastic Surgery.

Ausführliche Beratung

Soll ich einen Eingriff durchführen lassen und wie sind die realistischen Erfolgschancen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen unsere Patienten vor einem ersten Beratungsgespräch. Anhand einer ausführlichen Untersuchung und Erhebung des Beschwerdebildes zeigen wir Ihnen mögliche Behandlungsalternativen inklusive einer ehrlichen Risikobewertung auf. Vorher-Nachher Bilder von ähnlichen Operationen können wir Ihnen im persönlichen Gespräch zeigen. Es muss auch nicht immer auf eine Operation hinauslaufen, teilweise sind andere Verfahren die bessere Alternative.

Digitale Fotosimulation und Operationsplanung

Das ästhetische Empfinden ist vom jeweiligen Kulturkreis abhängig, wobei sich im Rahmen der Globalisierung auch hier Vorstellungen verändern oder ersetzt werden durch eine Art transkulturellen Shift. Für den abendländischen Kulturkreis bestehen schon seit der Antike zumindest für das Gesicht proportionale Einteilungen, die unbedingte Vorgaben sind, um der „ästhetischen Vorstellung“ zu genügen.

Dies betrifft den Abstand der Augen zueinander, die Dreiecksform des Gesichts, das Verhältnis von Nase zur Mund-Kinnpartie etc. Ein schönes Beispiel ist eine Zeichnung von Leonardo da Vinci, der diese Einteilung in dem Fall bei einem weniger schönen Gesicht anwendet.


Plastisch-Chirurgische Maßnahmen im Gesichtsbereich überfordern trotz all dieser Kenntnis die Vorstellungskraft des Patienten. Wir haben deshalb die Möglichkeit, eine digitale Fotosimulation der gewünschten Maßnahme mit einem hochwertigen Programm zu erarbeiten.

Einsatzmöglichkeiten der digitalen Fotosimulation
Die Simulation wird anhand selbst erstellter Fotografien durchgeführt.  Damit ist es möglich, die individuelle Problematik grafisch zu verdeutlichen und auch unrealistische Vorstellungen zu korrigieren. Zudem sind ästhetische Maßnahmen im Gesicht immer auch auf ihre Wechselwirkung zu prüfen. So kann die Verkleinerung der Nase ein ggf. prominentes Kinn noch mehr verstärken, oder es ist weniger die Nase als das zu kleine Kinn, das den ästhetischen Gesamteindruck stört.

Schwierig ist häufig die Vermittlung des analysierten Problems an den Patienten. Hier entstehen unserer Erfahrung nach die häufigsten Kommunikationsdefizite. So ist eine reine Entfernung eines Nasenhöckers häufig nicht ausreichend, da die Nase durch diese Maßnahme optisch länger wird.

Präzise Operationsplanung dank Fotosimulation
Die digitale Fotosimulation ist für uns nicht nur ein zentraler Punkt der Beratung und Kommunikation geworden, sie dient insbesondere auch der Operationsplanung. Das Ausmaß der Entfernung von Weichteilgewebe, der Winkelgrad der Rotation und vieles mehr kann präoperativ bestimmt werden. So können auch die notwendigen Veränderungen am Knorpelgerüst antizipiert werden.

Wir verwenden zur Fotosimulation die Software der Firma Adobe.