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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Wichtiger Baustein zur Frühmobilisation von Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

09.11.2021

Auf der Intensivstation des Malteser Krankenhauses St. Franziskus-Hospital stehen den Physiotherapeuten zwei neue Geräte zur Behandlung der Patienten zur Verfügung. Bei den beiden „Thera-Trainern“ handelt es sich einfach ausgedrückt um Bettfahrräder, die auf Rollen über das Patientenbett gefahren werden. Die Füße der Patienten können dann das Drehmodul mit den Pedalen bequem erreichen. Von dem Training mit diesen Geräten profitieren vor allem Patienten, die einen längeren Aufenthalt auf der Intensivstation vor sich haben wie bspw. beatmete Patienten oder „Weaning-Patienten“, die von der Beatmung wieder entwöhnt werden. Die Anschaffung der Geräte wurde für die Mobilisierung von Covid-19-Patienten vom Land Schleswig-Holstein gefördert.

„Diese Patienten sind körperlich sehr geschwächt, denn bei längerem Liegen kommt es relativ schnell zu Veränderungen im Herz-Kreislaufsystem und zu Abbauprozessen in der Muskulatur. Besonders wichtig ist daher die frühe Mobilisierung von Patienten, deren Aufenthalt auf der Intensivstation vermutlich länger dauern wird, um diesen Abbauprozessen frühzeitig entgegenzuwirken“, erklärt Physiotherapeutin Bente Steinhusen.

Die speziell entwickelte „bemo“- Geräte-Technologie unterstützt diese rechtzeitige Frühmobilisation. Durch die neue Antriebstechnologie können die Dauer der Trainingseinheit und der Widerstand des Pedalenantriebs so fein justiert werden, dass ein Patient seine Leistungen bezüglich Kraftaufwand und Dauer in minutiösen Etappen steigern kann. Darüber hinaus sind mit wenigen Handgriffen die Fußpedalen gegen Handgriffe für das Armtraining ausgetauscht. Dann wird das Gerät auf Brusthöhe weitergeschoben und der Patient beginnt sein Armtraining.

„Die Thera Trainer sind jetzt ein weiterer wichtiger Baustein in der Kontrakturprophylaxe, Kreislaufanregung und Muskelaufbau bzw. Verhinderung von Muskelabbau und wir können bereits sehr frühzeitig damit beginnen, Patienten sanft und individuell angepasst zu trainieren“, ergänzt Physiotherapeut Markus Acktun.