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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Aktuelle Informationen zu dem möglichen Bombenfund auf dem TSB-Platz

20.03.2021

22. März 2021: Stadt Flensburg sagt Termin zur Bombenentschärfung ab - Steigende Corona-Zahlen in Flensburg (Pressemitteilung der Stadt Flensburg vom 21. März 2021)

Flensburg. Aufgrund der erneut steigenden Corona-Zahlen hat die Stadt Flensburg in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein entschieden, den Termin für die am 27.03. geplante Bombenentschärfung auf dem Sportplatz an der Eckener Str. abzusagen und neu zu terminieren. 

Nach einer Phase mit kontinuierlich fallenden Inzidenzwerten nähert sich der Wert für Flensburg erneut der 100er Marke. Dabei ist insbesondere ein Fallgeschehen im Umfeld der zu evakuierenden Fläche zu beobachten. Die Entscheidung soll dazu beitragen, eine erneute Verbreitung des Corona-Virus in Flensburg unterbinden. 

"In der jetzigen Zeit müssen wir das Pandemiegeschehen immer mit im Blick haben. Es ist uns zwischenzeitlich gelungen, die Zahl der Corona-Fälle deutlich zu verringern. Die Zahlen zeigen jedoch, dass die Situation noch sehr labil ist. Deshalb dürfen wir jetzt keine Schritte unternehmen, die uns wieder stark zurückwerfen und den Anstieg beschleunigen. Bei der Entscheidung haben wir neben der Inzidenzzahl auch die Zahl der Mutationen sowie die Situation in den Krankenhäusern im Blick, mit denen wir uns eng abstimmen. Alle drei Werte zeigen, dass eine Bombenentschärfung, bei der viele Menschen gemeinsam in Notunterkünften ausharren müssten, in der aktuellen Entwicklung, die sich über das Wochenende leider verschärft hat, nicht zu verantworten ist", erklärt Oberbürgermeisterin Simone Lange die Gründe für die Absage. 

 

19. März 2021: Update zum Fund eines metallischen Gegenstandes auf dem TSB-Platz

Am Samstag, 27. März 2021, wird zwischen 8:00 und 12:00 Uhr das Objekt auf dem auf TSB-Platz freigelegt und durch den Kampfmittelräumdienst festgestellt, um welche Art Zünder es sich handelt. 

Es gibt aktuell zwei mögliche Szenarien, auf die das St. Franziskus-Hospital sich vorbereitet:

Szenario 1 gilt nach den Erfahrungen des Kampfmittelräumdienst als das wahrscheinlichere Szenario: Sollte es sich um eine Bombe mit Aufschlagzünder handeln, wird am Nachmittag die Entschärfung der Bombe durchgeführt. Wir müssen in diesem Fall keine Evakuierungsmaßnahmen treffen, sondern lediglich sicherstellen, dass die Richtung Waldstraße liegenden Patienten in den Zimmern bleiben, niemand das Haus verlässt und niemand Richtung Waldstraße aus dem Fenster schaut. 

Szenario 2 gilt als nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes als extrem unwahrscheinlich. Sollte sich herausstellen, dass es sich um eine Bombe mit Langzeitzünder handelt, müsste die Bombe am Nachmittag gezündet werden. Im St. Franziskus-Hospital fand gestern gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst eine Ortsbegehung statt, um die in diesem unwahrscheinlichen Fall notwendigen Evakuierungs- und Schutzmaßnahmen festzulegen. Wir müssten in wenigen zur Waldstraße gelegenen Bereichen die Patienten aus ihren Zimmern evakuieren. Dies ist alles hausintern möglich, sodass wir keine Patienten in umliegende Krankenhäuser verlegen müssten.

 

16. März 2021: Klarstellung zur Berichterstattung über einen ungeklärten Fund auf dem TSB-Platz

Durch die Berichterstattung im Flensburger Tageblatt zum Fund eines metallischen Gegenstandes auf dem TSB-Platz unter der Schlagzeile "Im Extremfall wird das St. Franziskus-Hospital evakuiert" ist bei Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden teilweise eine große Unsicherheit entstanden.

Zu den Fakten:

Am Freitag sind wir von der Stadtverwaltung informiert worden, dass im Zuge geplanter Bauaktivitäten in der Flensburger Neustadt Luftaufnahmen ausgewertet worden seien. Auf diesen Aufnahmen lässt sich ein möglicher Bombenfund aus dem 2. Weltkrieg im Bereich des TSB-Sportplatzes lokalisieren.

Erst nach einer weiteren Bodensondierung durch den Kampfmittelräumdienst wird eine konkrete Diagnose zum Status des Fundes gestellt werden können. Erst danach kann festgelegt werden, welche Maßnahmen erforderlich sind und ob überhaupt eine Evakuierung erfolgen muss.

Uns ist daran gelegen, keine voreilige Aufregung zu erzeugen. Laut Aussage des Kampfmittelräumdienstes und der weiteren Experten geht zur Zeit keine unmittelbare Gefahr von dem Fund aus. Ob eine Evakuierung des St. Franziskus-Hospitals erfolgen muss, werden erst weitere Untersuchungen zeigen.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie informieren.