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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

300. Stammzelltransplantation durchgeführt

03.06.2019

Im Mai konnte im Flensburger St. Franziskus-Hospital die 300. Stammzelltransplantation seit Einrichtung der Stefan-Morsch-Station durchgeführt werden. Die Chefärztin Prof. Dr. Nadezda Basara und der leitende Oberarzt Dr. Helge Menzel haben in ihrer Laufbahn bisher mehr als 4000 Stammzelltransplantationen durchgeführt und können aus ihrem riesigen Erfahrungsschatz schöpfen, von dem die Patientinnen und Patienten insbesondere während der Nachsorge profitieren.

Eine Stammzelltransplantation kann bei Erkrankungen wie akuter Leukämie, myoplastischem Syndrom oder bei Lymphomen notwendig werden. "Leider versterben 14 Prozent der allogen, d.h. mit Zellen eines Fremdspenders, transplantierten Patienten im Bundesdurchschnitt. Dennoch ist die Stammzelltransplantation in manchen Fällen die einzige Option, die zur Heilung führen kann", berichtet die Chefärztin. Noch in den 80er Jahren allerdings verstarben etwa 50 Prozent der Patienten. Auch die Zahl der Patienten, die eigene Stammzellen transplantiert bekommen (autologe Stammzelltherapie) ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Im Vorfeld einer Stammzelltransplantation werden mittels Chemotherapie alle im Knochenmark befindlichen Zellen vernichtet. Daher besteht während der Behandlung ein großes Infektionsrisiko - die Stefan-Morsch-Station ist ein hochsensibler Hygienebereich, der nur mit spezieller Schutzkleidung betreten werden darf.

Mittlerweile gibt es über 30 Millionen potenzielle registrierte Spender weltweit. Sie möchten sich ebenfalls registrieren lassen? Informationen dazu finden Sie hier:
www.stefan-morsch-stiftung.com/typisierung/was-ist-eine-typisierung/