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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Wie alles begann: Chronik des ältesten Malteser Krankenhauses in Deutschland

Das älteste Malteser Krankenhaus in Deutschland

Die Geburtsstunde des Malteser Krankenhauses St. Franziskus-Hospital war das Frühjahr 1864, denn aus dem Militärlazarett im Deutsch-Dänischen Krieg entstand noch im gleichen Jahr das erste Flensburger Krankenhaus in der Marienstraße.

1864

Zwischen Dänemark und Preußen-Österreich bricht der Krieg aus. Drei Malteser Kommissare werden zum Kriegsschauplatz entsandt, um den Feld-Sanitätsdienst aufzubauen. Ihr Hauptquartier ist Flensburg. Schon bald gelingt es, über 150 Pflegekräfte und 56 Seelsorger auf 14 Lazarette im Kriegsgebiet zu verteilen. Nach Beendigung des kurzen Krieges bleiben sechs "Arme Schwestern" vom hl. Franziskus (Aachener Franziskanerinnen) auf Bitten der Flensburger Bevölkerung zurück, um sich dem Dienst an den Armen und Kranken der Stadt zu widmen. Mit Hilfe der Malteser beziehen die Schwestern zunächst eine Unterkunft in der Norderstraße, später in der Marienstraße, von wo aus sie anfangs eine Hauskrankenpflege betreiben.

1865

In der Marienstraße wird ein Hospital mit 24 Betten eingerichtet. Eigentümer ist die Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Malteser Devotions-Ritter e. V. Das Krankenhaus trägt daher den Namen Malteser Hospital.

1894-1902

Der Malteserorden erwirbt das heutige Grundstück an der Dorotheenstraße und entschließt sich zu einem großzügigen zeitgemäßen Neubau, der 1901 begonnen wird. Im Oktober 1902 wird der erste Bauabschnitt mit 40 Betten und modernen Behandlungsräumen eingeweiht.

1906-1925

Den Bedürfnissen der Flensburger Bevölkerung folgend werden 1906 und 1913 weitere Ausbauten erreicht. Mit der Bettenzahl nimmt auch die Zahl der Disziplinen zu: 1918 wird die gynäkologisch-geburtshilfliche Fachabteilung eröffnet; 1922 folgen die Augen- sowie Hals-, Nasen- und Ohren-Abteilungen, 1925 die Abteilung für Innere Medizin und die Kinderabteilung.

1927

Neue Erweiterungsbauten werden in Angriff genommen, die 1929 mit der Einweihung des Neubaus abgeschlossen werden. 1930 verfügt das Krankenhaus über 240 Betten.

1934

Eine Radiologische Abteilung wird eingerichtet.

1939

Dem Krankenhaus wird eine Krankenpflegeschule angegliedert.

1952

Bau von Haus Michael und Anbau eines neuen gynäkologischen OP-Traktes.

1954-1955

Bau des Marienhauses.

1960

Erweiterung auf 416 Betten.

1962-1963

Bau eines Schwestern- und Personalwohnheimes.

1968

Erweiterung auf 424 Betten.

1971

Einrichtung einer Anästhesieabteilung.

1978

Einweihung des großen Behandlungsbaus, Ausbau der radiologischen Abteilung zur Schwerpunktabteilung für Strahlentherapie.

1981

Nach über 115-jährigem, segensreichem Wirken verlassen die Aachener Franziskanerinnen Flensburg, um ihre Kräfte an anderer Stelle zu konzentrieren. Die Arbeit wird in der christlichen Tradition des Hauses mit einer freien Schwesternschaft fortgesetzt. Kooperationsvertrag zwischen den Trägern der drei Flensburger Krankenhäuser im Interesse einer optimalen medizinischen Versorgung der Bevölkerung.

1983-1989

In Umsetzung des Kooperationsvertrages werden die pädiatrische und die geburtshilflich/gynäkologische Abteilung geschlossen. Dafür werden in der Radiologie die Strahlentherapie mit Linearbeschleuniger, Afterloader und Nuklearmedizin ausgebaut, eine Abteilung für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, eine orthopädische Schwerpunktabteilung und eine Abteilung für Geriatrie eingerichtet.

1989

Einweihung eines neuen Bettenhauses mit 144 Betten, als Teil der bis 1995 geplanten vollständigen Altbausanierung.

1990

Das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital ist mit 337 Betten und 20 geriatrischen Tagesklinikplätzen ein modernes leistungsfähiges Krankenhaus, das sich den Anforderungen einer zunehmend in neuen Fachdisziplinen spezialisierten Medizin hervorragend gewachsen zeigt. Der Krankenhausplan sieht bei Fertigstellung der Altbausanierung die Erweiterung der orthopädischen Abteilung auf 60 Planbetten und damit eine Gesamtkapazität von 377 Betten vor.

1991

Das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital richtet gemeinsam mit der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt das "Katharinen Hospiz am Park" in der ehemaligen Dethleffsen-Villa in Flensburg ein. Die Sanierung der alten Bettenhäuser wird fortgesetzt.

1993

Das ambulante Reha-Zentrum Glücksburg wird gemeinsam mit der Stadt Glücksburg gegründet. Der Organisationsentwicklungsprozess beginnt mit einer großen Zukunftswerkstatt. Chefärzte und Führungskräfte aus allen Bereichen des Krankenhauses nehmen daran teil.

1995

Fertigstellung eines ökologisch angelegten Gartens mit Teich. Die Errichtung eines Betriebshofes bietet unter anderem einer umweltgerechten Entsorgung den notwendigen Raum.

1997

Das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital nimmt als landesweiter Vorreiter am Öko-Audit teil. Das bedeutet eine freiwillige Kontrolle über einen umweltgerechten Betrieb des Krankenhauses. Es wird ein effektives Qualitätsmanagement eingeführt.

1998

Einweihung der Geriatrie in ihren neuen Räumlichkeiten. Gleichzeitig Inbetriebnahme zweier Normalstationen und der neuen Intensivstation. Nach Abschluss der baulichen Gesamterneuerung richtet das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital interdisziplinäre Bereiche, wie eine Aufnahmestation, eine Privatstation und eine Tagesklinik ein. Die Radiologie erhält für die diagnostische und therapeutische Unterstützung eine digitale Subtraktionsangiografie (DSA) und einen Computertomographen (CT). Ab November strahlentherapeutische Behandlung von dänischen Patientinnen.

1999

Das dreifache Jubiläumsjahr wird mit einem großen Fest und einem Tag der Offenen Tür begangen: 135 Jahre Malteser St. Franziskus-Hospital, 60 Jahre Krankenpflegeschule, 900 Jahre Malteserorden. Das Haus wird für sein umweltgerechtes Krankenhausmanagement validiert. Mit dem Amt Sønderjylland / DK wird ein Versorgungsvertrag zur strahlentherapeutischen Behandlung von Tumorpatienten abgeschlossen.

2000

Anschaffung eines hochmodernen Gerätes zur Erkennung und Behandlung von Brustkrebs (ABBI = Advanced Breast Biopsy Instrumentation). Das Malteser St. Franziskus-Hospital gehört damit auf diesem Gebiet zu den bestausgestattetsten Kliniken der Bundesrepublik. Mit der Nordseeklinik Westerland/Sylt wird ein Kooperationsvetrag zur Behandlung und Rehabilitation von Tumorpatienten abgeschlossen.

2001

Beginn mit der baulichen Erweiterung der Strahlentherapie. Das erste Malteser Ethik Symposium in Sankelmark findet großen Anklang und wird zukünftig im Zweijahres-Rhythmus stattfinden. Bedingt durch den aktuellen Krankenhausplan wird die Bettenzahl von 351 auf 344 reduziert. Beginn der durch das Gesundheitsministerium geförderten baulichen Erweiterung der Strahlentherapie.

2002

Das Bettenhaus an der Dorotheenstraße begeht sein 100-jähriges Bestehen. Das Ereignis wird mit einem großen Tag der Offenen Tür gefeiert, zu dem rund 600 Gäste aus Flensburg und Umgebung in das Haus kommen. Ende des Jahres sind die Umbaumaßnahmen in der Strahlentherapie abgeschlossen: Die erweiterte und neu gestaltete Abteilung ist nun eine der modernsten in der Region.

2003

Das zweite Ethik & Medizin Symposium mit dem Titel "Gesundheit und Moderne Medizin: Wer trägt die Verantwortung?" findet in der Universität Flensburg statt. Veranstaltungspartner ist in diesem Jahr die Ev.-Luth. Diakonissenanstalt. Die Strahlentherapie nimmt ihren zweiten neuen Linearbeschleuniger in Betrieb. Der Kooperationsvertrag mit Sønderjyllandsamt wird daraufhin erweitert. Als erstes Krankenhaus in Schleswig-Holstein - und als erstes der zehn Malteser Krankenhäuser in Deutschland - wird dem Haus das Zertifikat nach KTQ - Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus - verliehen. Zudem wird das Zertifikat für umweltgerechtes Krankenhausmanagement (seit 1999) erneuert.

2004

Das Malteser St. Franziskus-Hospital in Flensburg feiert in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen. Es ist das älteste Krankenhaus in Flensburg und das älteste Malteser Krankenhaus in Deutschland. Unter dem Motto "Jung genug für die Zukunft - 140 Jahre Malteser St. Franziskus-Hospital" wird mit einer Reihe von Veranstaltungen u.a. das segensreiche Tun der Gründerinnen, der Aachener Franziskaner-Schwestern, gewürdigt. Zudem findet im 140. Jubiläumsjahr eine tiefgreifende strukturelle Erneuerung des Hauses statt: Mit der Bildung interdisziplinärer Medizinischer Zentren - und der damit verbundenen Aufgabe der abteilungsbezogenen Zuordnung von Stationen zu einem einzelnen medizinischen Fachbereich - positioniert sich das Malteser St. Franziskus-Hospital bundesweit in einer deutlichen Spitzenposition was seine Patientenorientierung und seinen Innovationswillen anbelangt.

Das Malteser St. Franziskus-Hospital wurde für das bundesweite Projekt "Schmerzfreies Krankenhaus" unter 85 Bewerbern ausgewählt. Auf Basis seiner christlichen Werteorientierung und seiner Leitlinien setzt sich das Malteser Krankenhaus bereits seit Jahren intensiv mit den Themen Schmerztherapie und Palliativmedizin auseinander.

2005

Das 3. Medizin & Ethik Symposium findet unter dem Titel "Alt werden, Mensch bleiben" in der Universität Flensburg statt und trägt mit dem Themenschwerpunkt "Alter" zur öffentlichen Diskussion über den demografischen Wandel unserer Gesellschaft erfolgreich bei. Die Veranstalter sind in diesem Jahr: Das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, das Ev.-Luth. Diakonissenkrankenhaus, die Universität Flensburg und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag. Der Kooperationsvertrag mit Sønderjyllandsamt wird bis in das Jahr 2011 verlängert.

2006

Seit dem 1. Januar 2006 bilden das  Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital und das Ev.-Luth. Diakonissenkrankenhaus den Medizinischen Klinikverbund Flensburg. Die beiden Nachbarkrankenhäuser haben sich auf ein gemeinsames Versorgungskonzept für die Region geeinigt, das vom Kieler Ministerium nicht nur begrüßt wurde, sondern als vorbildlich und zukunftsweisend unterstützt wird. Wesentlich ist die Zusammenfassung der medizinischen Fachabteilungen und Disziplinen, die zuvor noch in beiden Kliniken parallel betrieben wurden. Unter anderem wird neben dem onkologischen und geriatrischen Schwerpunkt des Malteser Krankenhauses sowohl das Zentrum für Baucherkrankungen als auch das für Lungenerkrankungen ausgebaut. Flensburg wird somit zum drittgrößten Klinikstandort in Schleswig-Holstein. Eine einschneidende Veränderung ist die Zentrale Notaufnahme (ZNA) für die Region Flensburg. Seit Januar 2006 ist die ZNA an der DIAKO rund um die Uhr an allen Tagen für alle Notfälle Anlaufstelle. Sie ist kompetent besetzt mit spezialisierten Ärzten aus beiden Flensburger Krankenhäusern.

Im Frühjahr 2006 starten die umfangreichen Bauarbeiten für ein Ärztehaus auf dem Krankenhausgelände. Im Juli 2006 erhält das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital ein weiteres Gütesiegel und den Bronzestatus im "Deutschen Netzwerk Rauchfreier Krankenhäuser". Am 23. August 2006 wird in der Strahlentherapie die 1.000ste Patientin aus Dänemark begrüßt. Ab Oktober 2006 hat das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital den Status eines Akademischen Lehrkrankenhauses für die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der Titel steht dafür, dass neben einer bestmöglichen Patientenversorgung auch der Aus-, Fort-, und Weiterbildung in Medizin und Pflege eine große Bedeutung beigemessen wird. Am 28. November wird dem Malteser Krankenhaus St. Fanziskus-Hospital auf der Medica das Zertifikat für qualifiziertes Schmerzmanagement nach 'Paincert' überreicht.

Als weiterer überregionaler Behandlungsschwerpunkt wird am St. Franziskus-Hospital das Fachgebiet Pneumologie und Beatmungsmedizin in enger Zusammenarbeit mit der Thoraxchirurgie und den niedergelassenen Lungenfachärzten eingerichtet.

2007

Mit finanzieller Unterstützung des Sozialministeriums wird im Frühjahr das neue Diagnostik- und Aufnahmezentrum in patientenfreundlichen Räumlichkeiten und mit einer hochmodernen funktionsdiagnostischen Geräteausstattung in Betrieb genommen. In diesem Zentrum werden zentral insbesondere die ambulanten und stationären gastroenterologischen Untersuchungen unter Beteiligung kooperierender niedergelassener Fachärzte durchgeführt.

Anfang Juli 2007 konnten die ersten Bewohner des neuen Malteserstift St. Klara in Flensburg-Mürwik ihr neues Zuhause beziehen. Die Malteser haben gemeinsam mit der Stadt Flensburg eine zukunftsweisende Lösung für das Wohnen im Alter ausgearbeitet und ein baulich und konzeptionell innovatives Pflegeheim mit 84 Plätzen in sieben Hausgemeinschaften errichtet. Der altersmedizinische Schwerpunkt des Malteser Krankenhauses St. Franziskus-Hospital wird hier ebenso berücksichtigt wie die profunde Erfahrung aus bundesweit 21 Einrichtungen der stationären Altenhilfe der Malteser.

2008

Das mit Förderung der Stadt Flensburg am Malteserstift St. Klara eingerichtete Nachbarschaftszentrum am Marrensdamm für die Bewohner der Stadtteile Mürwik und Fruerlund nimmt seinen Betrieb auf.

Durch die Pneumologen wird eine apparativ optimal ausgestattete Beatmungsstation für die Durchführung notfallmäßiger nicht-invasiver Beatmungen und zur Entwöhnung langzeitbeatmeter Patienten (Weaning) eingerichtet und entsprechend qualifizierte Atmungstherapeuten eingesetzt.

Durch die qualifizierte medizinische Spezialisierung des St. Franziskus-Hospital im Medizinischen Klinikverbund weitet sich das Patienteneinzugsgebiet des Krankenhauses weit über die Stadtgrenzen Flensburgs hinaus aus. Onkologische und geriatrische Patienten aus Flensburg, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und aus Dänemark werden nun rund um die Uhr kompetent ambulant, tagesklinisch und stationär in den interdisziplinären Behandlungszentren des St. Franziskus-Hospital behandelt.

2009

Ein von niedergelassenen Ärzten am St. Franziskus-Hospital betriebenes Schlaflabor wird eingerichtet.

Das St. Franziskus-Hospital engagiert sich als Gründungsmitglied im Klimapakt Flensburg e.V., einem Verein dem die großen Unternehmen der Region und die Stadt Flensburg angehören. Ziel des Vereins ist es, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 30 % zu senken.

2010

Aufgrund der in Deutschland als gesundheitspolitische Referenz bekannten und dauerhaft erfolgreichen grenzüberschreitenden Behandlung deutscher und dänischer Tumorpatienten wird die Klinik für Strahlentherapie durch eine entsprechende Förderung aus Konjunkturmitteln des Bundes räumlich und gerätetechnisch durch den Betrieb eines dritten Linearbeschleunigers erweitert.
Bundesmittel konnten auch für die bauliche und betriebstechnische Sanierung des St. Franziskus-Hospital eingeworben werden. Ziel hierbei ist es, durch energetische Sanierungsmaßnahmen den Energieverbrauch des Krankenhauses zu reduzieren.

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein richtet am St. Franziskus-Hospital auf Basis eines Kooperationsvertrages eine fachärztlich besetzte nuklearmedizinische Abteilung ein, auf dessen Grundlage u.a. die endokrine Chirurgie und die Endokrinologie weiter qualifiziert ausgebaut werden können.

Aufgrund des stetigen Anstiegs der Patientenbehandlungsfälle und des hohen Grades an Intensivbehandlungs- und Pflegeerfordernissen strebt das St. Franziskus-Hospital den Neubau einer Intensivstation an, um zukünftig kapazitäre Engpässe zu vermeiden.

2011

Zum 1. Mai 2011 wird die Geriatrische Tagesklinik in Schleswig eröffnet. Zudem werden die stationären Bettenkapazitäten der Geriatrischen Klinik am St. Franziskus-Hospital bedarfsgerecht auf 80 Betten und nunmehr 32 tagesklinische Plätze erhöht. Damit setzt das St. Franziskus-Hospital den Auftrag des Landes Schleswig-Holstein, die Altersmedizin auch für die Patienten des Schlei-Klinikum Schleswig zu ermöglichen, optimal um. Wartezeiten für die frühestmögliche Aufnahme der geriatrischen Behandlung entstehen somit auch in der großen Versorgungsregion nicht.
 
Gemeinsam mit der DIAKO übernimmt das St. Franziskus-Hospital die Trägerschaft des Onkologischen Zentrum Nord und vernetzt damit den Medizinischen Klinikverbund Flensburg mit den angegliederten Krankenhäusern in Schleswig und auf dem Festland bzw. den Inseln Nordfrieslands. An vier Standorten in Schleswig-Holstein wurden somit Onkologische Zentren etabliert.
 
Durch Kooperationsverträge mit dem Cancer-Comprehensive-Center Kiel und den onkologischen Instituten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, schafft das St. Franziskus-Hospital die Voraussetzung, die onkologische Maximalversorgung im Verbund mit der DIAKO am Standort Flensburg zu etablieren. So wird der onkologische "Leuchtturm" realisiert, der für alle betroffenen Patienten im Norden Schleswig-Holsteins und in Süddänemark alle onkologischen und hämatologischen Behandlungsformen wohnortnah in Flensburg ermöglicht.
 
Zum Jahreswechsel 2011/2012 eröffnet das St. Franziskus-Hospital seine Stammzelltherapieeinheit, die auf Grundlage einer erheblichen finanziellen Zuwendung der Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) im Herbst/Winter gebaut und eingerichtet werden konnte. Nun können alle autologen und allogenen Stammzelltransplantationen für leukämieerkrankte Patienten durch die Medizinische Klinik I des St. Franziskus-Hospital durchgeführt werden.

2012

Der ökumenische Medizinische Klinikverbund Flensburg ist in Deutschland einmalig. So informieren sich im Januar Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Dr. Heiner Garg, Gesundheitsminister des Landes Schleswig-Holstein, über das innovative, optimal abgestimmte und leistungsfähige klinische Angebot des St. Franziskus-Hospital und der DIAKO.

Nach der Inbetriebnahme der Stammzelltherapieeinheit im Januar erfolgt im Februar die Inbetriebnahme des 3. Linearbeschleunigers im Erweiterungsbau der Klinik für Strahlentherapie unter der Schirmherrschaft des Gesundheitsministers Schleswig-Holsteins und des Regionsrats von Süddänemark. Das Franziskus verfügt nun über die größte Strahlentherapie in Schleswig-Holstein. Technisch können nun bestimmte Tumoroperationen durch gezielte patientenschonende strahlentherapeutische Behandlungen ersetzt werden.

Der onkologische Leuchtturm des Franziskus mit seiner überregionalen, grenzüberschreitenden Funktion ermöglicht nun gemeinsam mit der DIAKO allen Krebspatienten aus dem Norden Schleswig-Holsteins und aus Süddänemark eine wohnortnahe Behandlung auf dem medizinischen Niveau einer Universitätsklinik.

Mit Wirkung vom 05.10.2012 wurde das etablierte Qualitätsmanagement des gesamten St. Franziskus-Hospital unter Einbezug aller Kliniken und der kaufmännischen und technischen Abteilungen nach DIN EN ISO 9001:2008 durch den Germanischen Lloyd Hamburg erfolgreich zertifiziert. Damit verfügt das Krankenhaus als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland über ein professionelles und effizientes Qualitätsmanagementsystem zur Führung und Steuerung des sehr komplexen Dienstleistungsbetriebes. Beispielgebend für die anderen Malteser Krankenhäuser wird das Qualitätsmanagement am St. Franziskus-Hospital weiter ausgebaut und weiterentwickelt.
 
Unter der Schirmherrschaft des Sozialministeriums schließen das St. Franziskus-Hospital und die DIAKO gemeinsam mit dem HELIOS Klinikum Schleswig am 22.10.2012 zum 01.01.2013 einen langfristigen Kooperationsvertrag. Unter anderem wird nun durch die aktive Mitwirkung Schleswigs im Onkologischen Zentrum Nord, der beiden Flensburger Krankenhäuser und der Kliniken Nordfrieslands die regionale onkologische Versorgung stetig optimiert und aufeinander abgestimmt. Bestimmte komplexe tumorchirurgische Eingriffe finden zukünftig im St. Franziskus-Hospital statt. Regelmäßig finden nun per Videokonferenz Tumorkonferenzen mit Einzelfallbesprechungen durch die Beteiligung von Ärzten aller relevanten onkologischen Disziplinen der Krankenhäuser nördlich des Nord-Ostsee-Kanals statt. Das Primat der wohnortnahen Versorgung wird somit zukunftsorientiert und zum Wohle der Patienten der gesamten Versorgungsregion weiterentwickelt. Durch diesen wichtigen und deutschlandweit innovativen Meilenstein wird die regionale Verbundversorgung krankenhausträgerübergreifend weiterentwickelt und entfaltet.
 
Im November 2012 wurde das Darmzentrum als das erste Organzentrum des St. Franziskus-Hospital nach OnkoCert zertifiziert. Getreu den selbstgesetzten Ansprüche im arbeitsteiligen Klinikverbund Flensburg "Wir machen nicht alles, aber das, was wir leisten, besser als andere" werden die klinischen Strukturen und Behandlungsprozesse und die multidisziplinäre bzw. multiprofessionelle Zusammenarbeit nach Qaulitätsindikatoren der Fachgesellschaft geprüft und gesichert ausgerichtet.
 
Durch die Entwicklung und Förderung der klinischen Schwerpunkte, durch die Anpassung der klinischen und personellen Strukturen und der vertiefenden Zusammenarbeit mit den weiteren regionalen Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten wurde die Zahl der am St. Franziskus-Hospital an den Standorten Flensburg und Schleswig behandelten ambulanten Patienten und der stationären Patienten wie geplant deutlich gesteigert.
 
Aufgrund der gesteigerten Inanspruchnahme insbesondere auch der Intensivmedizin des St. Franziskus-Hospital wird die anteilige öffentliche Förderung für die neue Intensivstation mit 16 Behandlungsplätzen, die voraussichtlich im August 2013 eröffnet wird, durch das Land Schleswig-Holstein angemessen erhöht.

2013

Die stationäre und ambulante Patientenfallzahl ist 2013 gegenüber dem Vorjahr weiterhin angestiegen. Ein Beleg dafür, dass die klinische Ausrichtung und Entwicklung im partnerschaftlichen Verbund mit der DIAKO bedarfsgerecht ist und von den vielen Patienten gut angenommen wird.

Das Darmzentrum Flensburg ist im April 2013 nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich zertifiziert worden. Es ist das einzige Zentrum für an Darmkrebs erkrankte Patienten in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg.

Seit Beginn des Jahres findet die wöchentliche Tumorkonferenz dank einer neuen Videokonferenzanlage gemeinsam mit den Kollegen aus Husum per Videoübertragung statt. Seit September ist auch die Schaltung nach Niebüll aktiv.

Zur genaueren Untersuchung von Erkrankungen im Bereich des Magen-Darmtraktes hat das St. Franziskus-Hospital zwei neue Endosonographiegeräte im Wert von 230.000 € angeschafft. Neben der optimierten Diagnostik wird durch die neuen Geräte auch ein therapeutischer Fortschritt erzielt. Mittels Seitsichtgerät können Eingriffe an Stellen durchgeführt werden, die üblicherweise nur durch eine Operation zugänglich sind.

Im Dezember wurde  nach einjähriger Bauphase eine neue Intensivstation mit 16 Intensivbetten in Betrieb genommen. Patienten und Mitarbeiter profitieren von der neukonzipierten und mehr Kapazitäten bietenden Intensivstation. So wurde bspw. das Konzept der offenen Intensivstation zugunsten einer Aufteilung in 1-, 2- und 3- Bettzimmer aufgegeben, wodurch gleichzeitig Infektionsrisiken und Stressfaktoren für die Patienten minimiert werden. Mit Investitionsmitteln in Höhe von rund 3 Mio. Euro hat das Land Schleswig-Holstein den Neubau sowie die Erweiterung des intensivmedizinischen Geräteparks gefördert. Hinzu kommen 1,1 Mio. Euro, die das St. Franziskus-Hospital aus eigenen Mitteln in die neue Intensivstation investiert hat.

Mit landesweiten Aktionen protestierten die Arbeitnehmervertretungen der Kampagne "Über(das)Leben im Krankenhaus - Gerecht geht anders" im Rahmen der "Allianz für Krankenhäuser in Schleswig-Holstein" gegen das jüngste Gesetz zur ergänzenden Finanzierung der Krankenhäuser. Geschäftsführung und MAV konnten durch zwei Unterschriftenaktionen in der Fußgängerzone 2000 Unterschriften zur Aktion beisteuern.

Es läuft im Franziskus: 1.071 Runden liefen die Mitglieder des "Team Malteser" beim 22-stündigen "Lauf ins Leben" auf dem Eckener Platz. Für jede Runde hat das Franziskus einen zusätzlichen Euro an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft gespendet! Auch beim "Lauf zwischen den Meeren" war das Team Malteser wieder mit zwei Staffeln vertreten, die Rang 455 und 612 erlaufen konnten!  Beim Drachenbootrennen 2013 ist das Team Franziskus von insgesamt 50 teilnehmenden Teams auf dem 4. Platz gelandet, und darauf kann man bei 50 teilnehmenden Teams mächtig stolz sein.
 
Im St. Franziskus-Hospital wurde 2013 die Verwendung von  Patientenarmbändern eingeführt. Dadurch ist eine eindeutige Identifikation bei Namensähnlichkeiten und ebenso bei prämedizierten Patienten gewährleistet.

Auch das Thema "innerbetriebliche Gesundheitsförderung"  rückt stärker in den Mittelpunkt. Um die Gesundheit der Mitarbeitenden direkt am Arbeitsplatz zu unterstützen, wurde ein Rückencoach etabliert.

2014

Im Mittelpunkt des Jahres 2014 stand das 150-jährige Bestehen des St. Franziskus-Hospitals. Zahlreiche Veranstaltungen gaben diesem besonderen Anlass einen würdigen Rahmen: In vier Bilderausstellungen im Foyer wurde die Entwicklung des Hauses von 1864 bis heute gezeigt. Im Juni wurde in der Malteser Kindertagesstätte St. Marien ein riesiges Familienfest gefeiert. Am Tag der offenen Tür im Oktober wurden zahlreichen Besuchern die verschiedenen Abteilungen des St. Franziskus-Hospitals und auch die weiteren Einrichtungen der Malteser Norddeutschland gGmbH präsentiert werden. Parallel wurden in der Nospa etwa 150 Menschen typisiert und abends haben alle Mitarbeitenden im Deutschen Haus Oktoberfest gefeiert, von dem noch lange gesprochen werden wird. Am 6. Oktober wurde das Jubiläum mit Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke unter Beteiligung zahlreicher Ordensmitglieder auf Schloss Gelting begangen. Die Festwoche wurde abgerundet durch einen offiziellen Empfang im Flensburger Rathaus, zu dem zahlreiche Grußwortentrichter erschienen sind.

Im Januar präsentierte sich das St. Franziskus-Hospital gemeinsam mit der DIAKO auf dem Kongress "Vernetzte Gesundheit" in Kiel. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Prof. Dr. Jens Scholz besuchten den Messestand und unser Videoclip "Wir sind in Deutschland ganz oben" wurde mit dem Publikumspreis geehrt.

Nach zweitägiger intensiver Prüfung aller Arbeitsabläufe wurde im Februar die Stammzelltransplantationseinheit erfolgreich nach JACIE zertifiziert.

Im April ist die Praxis Am Hang in Harrislee in ein von der Malteser Norddeutschland gGmbH getragenes Medizinisches Versorgungszentrum, das St. Franziskus MVZ Am Hang überführt worden. In der rheumatologischen und gastroenterologischen Schwerpunktpraxis werden überwiegend chronisch erkrankte Menschen behandelt, ein Großteil von ihnen mit chronisch-entzündlichen Darm- und/oder Gelenkerkrankungen sowie Lebererkrankungen.

Das bisher hinter der Geriatrischen Tagesklinik gelegene Schlaflabor der Dres. Hartmut Winterhoff und Johannes Aretz ist in den 4. Stock des Verwaltungsgebäudes umgezogen. Das Schlaflabor wurde dadurch zu einer eigenen Station mit Waschbecken in den Zimmern und ausreichend sanitären Möglichkeiten sowie einer Behindertendusche.

Im August wurde Dr. Wulf Staemmler, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, in den Ruhestand verabschiedet. Dr. Staemmler wechselte zum   1. Januar 2006 aus seiner vorherigen Tätigkeit als ltd. Oberarzt der DIAKO an das St. Franziskus-Hospital und übernahm die neu geschaffene Medizinische Klinik II mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Hepatologie sowie die Leitung des Diagnostikzentrums. Mit PD Dr. Andreas Franke, dem bisherigen ltd. Oberarzt der Medizinischen Klinik II, konnte ein Chefarztnachfolger aus den eigenen Reihen berufen werden.

Seit Oktober bietet das St. Franziskus-Hospital Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege den dualen Studiengang "Health Care Studies" an, der parallel zur Pflegeausbildung absolviert wird. Das Franziskus unterstützt dies mit einem Pflegestipendium, welches die Freistellung zu Präsenzphasen, Vorbereitungszeit für Prüfungen, die Erstattung von Fahrtkosten und die Übernahme der Studiengebühren beinhaltet.

2015

Im Januar wurde die "Station Silvia" - eine Station für dementiell erkrankte Patienten im Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital eröffnet. Diese Station unterscheidet sich grundlegend von "normalen" Krankenhausstationen und verfügt ausschließlich über 1- und 2-Bett-Zimmer sowie einen gemütlich eingerichteten Wohn-Ess-Bereich mit wohnlichen und nostalgischen Elementen. Die Gestaltung der Station beruht auf einem speziellen Farb- und Lichtkonzept zur besseren Wahrnehmung und Orientierung. Über 100 geladene Gäste erschienen zur offiziellen Eröffnung, die durch Ministerpräsident Torsten Albig vorgenommen worden ist.

Die Malteser Norddeutschland gGmbH hat im Januar die Trägerschaft für das Malteserstift St. Maximilian Kolbe in Hamburg-Wilhelmburg von Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius übernommen.

Im St. Franziskus-Hospital wurde ein ABS-Team etabliert. ABS steht hierbei für Antibiotic Stewardship - ein seit einigen Jahren äußerst erfolgreiches Programm zur rationalen Anwendung von Antibiotika im Krankenhaus.

Am 1. April hat Jan Graf von Spee den Vorsitz im Kuratorium der Malteser Norddeutschland gGmbH von Herrn Rudolf Bonse übernommen.

Im April gelang die Zertifizierung der onkologisch relevanten Abteilungen des Klinik-Verbundes durch die in Fachkreisen angesehene DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämato/Onkologie).

Ein neuer Linearbeschleuniger vom Typ Siemens Artiste und die dazugehörige Planungssoftware mit einem Gesamtwert von 2,5 Mio. Euro konnten in Betrieb genommen werden. Durch diese Investition kann der onkologische Schwerpunkt nachhaltig gestärkt und ausgebaut werden. Mittels Linearbeschleuniger werden die Tumore von Krebspatienten unter Schonung des gesunden umliegenden Gewebes bestrahlt und unschädlich gemacht. Der neue Linearbeschleuniger lässt die präzisestmögliche Bestrahlung auch kleinster Tumorherde unter maximaler Ausblendung des umliegenden gesunden Gewebes zu.
 
Seit Mitte des Jahres erhalten Angehörige pflegebedürftiger Patientinnen und Patienten im Rahmen der "familialen Pflege" Unterstützung für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt. In dreitägigen Pflegekursen wird Angehörigen Basiswissen zum Umgang mit pflegebedürftigen Menschen vermittelt.
Im Juli wurde das St. Franziskus-Hospital von der TÜV Nord Cert erfolgreich nach DIN EN ISO 9001:2008 rezertifiziert.

Dr. Hans-Jürgen Brodersen, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, ist in den verdienten Ruhestand eingetreten und Frau Dr. Carmen Timke wird als neue Chefärztin die Erfolgsgeschichte der Strahlentherapie prägen und fortsetzen. Durch seinen beispiellosen Einsatz hat Dr. Brodersen dem St. Franziskus-Hospital die europaweit einmalige Kooperation in der grenzüberschreitenden Strahlentherapie mit Dänemark ermöglicht.

Im November hat die neue Beatmungsstation/IMC (Intermediate-Care-Einheit/Wachstation) im Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital ihren Betrieb aufgenommen. Die mit 6 Betten ausgestattete Station ist spezialisiert auf die Entwöhnung langzeitbeatmeter Patienten (Weaning). Ein weiterer Schwerpunkt im Leistungsspektrum der neuen Station ist die Behandlung lungenkranker Patienten, die auf eine künstliche Beatmung angewiesen sind.

Gemeinsam mit dem Caritasverband Hamburg hat die Malteser Norddeutschland gGmbH die Betriebsführung von vier weiteren Altenpflegeheimen in Hamburg übernommen: die Malteserstifte St. Theresien, Johannes XXIII., St. Elisabeth und Bischof-Ketteler.

2016

Die Malteser Norddeutschland gGmbH hat im Januar das katholische Alten- und Pflegeheim Haus St. Birgitta in Lübeck-Travemünde, das sich bisher in der Trägerschaft des Caritasverbandes Lübeck e.V. befunden hat, übernommen. Die Einrichtung trägt seitdem den Namen "Malteserstift Haus St. Birgitta".

Nach 36 Jahren ist Dr. Karlheinz Doerwald, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, in den Ruhestand eingetreten. In seiner Zeit als Ärztlicher Direktor hat er die Kooperation mit der DIAKO und die Entstehung des Medizinischen Klinik-Verbundes Flensburg maßgeblich vorbereitet und geprägt. Die Nachfolge von Dr. Doerwald hat Prof. Dr. Ulf Linstedt angetreten, der seitdem Chefarzt der Anästhesisten an beiden Flensburger Krankenhäusern ist.

Als Gründungsmitglied des Klimapakt Flensburg e.V. hat das Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital die vom Klimapakt ausgerufene "Energie Challenge" angenommen und den 1. Platz in der Kategorie "Mitarbeitermotivation" belegt. Im St. Franziskus-Hospital erhielt  jeder Monat des Jahres 2016 ein klimarelevantes Motto mit vielfältigen Angeboten und Aktionen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Themen zählten u.a. eine Radel-Challenge über die Sommermonate inkl. Reparatur-Workshops, E-Bike-Leasing über den Betrieb, die Etablierung einer Mitfahrzentrale, Kochen mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln, Car-Sharing, sinnvoll Heizen, Strom sparen und Bus-Schnuppertage.

Mit Beginn des Jahres hat das St. Franziskus-Hospital die neue Veranstaltungsreihe "Auf den Punkt - Medizinische Themen verständlich erklärt" ins Leben gerufen. Sie soll allen Interessierten Gelegenheit geben, sich über bestimmte Themen zu informieren und mit Ärzten in Kontakt zu treten.

Am St. Franziskus-Hospital ist 2016 eine Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde eingerichtet worden. Sowohl im Operationssaal, wie auch in der Ambulanz oder Hörkabine kommen ausschließlich die neuesten Entwicklungen führender Hersteller zum Einsatz. Als Chefarzt konnte Dr. Sven Bartels, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, plastische Operationen und spezielle Kopf-Hals-Chirurgie, gewonnen werden.

2017

Zum Januar wurde der Vertrag über die Behandlüng süddänischer Patienten in der Flensburger Strahlentherapie gekündigt. Seit 2002 sind jährlich etwa 200 dänische Tumorpatienten aus Sønderjylland im Flensburger St. Franziskus-Hospital einer Strahlentherapie unterzogen worden. Maßgeblicher Vorteil für die Patienten, die über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich bestrahlt werden müssen, ist die wesentlich kürzere Anreise nach Flensburg im Gegensatz zu den dänischen Strahlentherapie-Standorten in Vejle und Odense gewesen.

Im April hat Ministerin Kristin Alheit den ersten Bewillligungsbescheid zur baulichen Erweiterung des St. Franziskus-Hospitals übergeben. Geplant waren 25 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt: Bis 2019 sollten ein neues Bettenhaus mit 124 Betten errichtet und eine Kernsanierung der bestehenden Stationen an der Waldstraße mit weiteren 238 Betten vorgenommen werden. Im Finanz-und Investitionsplan ab 2020 waren für den 2. Bauabschnitt weitere 41 Mio. Euro vorgemerkt. Es kam dann anders: Teilneubau des St. Franziskus-Hospital und der DIAKO an den bestehenden Standorten oder gemeinsame Neubauten auf der grünen Wiese? Diese Frage hat die lokale Presse und zahlreiche Leserbriefschreiber nahezu das gesamte erste Halbjahr bewegt, zu zwei Bürgerforen und schließlich zur Benennung eines möglichen Standortes des gemeinsamen Klinikums auf dem Peelwatt geführt.

Das Klima liegt dem St. Franziskus-Hospital am Herzen. Daher sind die Malteser mit drei Elektro-Autos in Flensburg unterwegs. Bereits seit 2014 befindet sich eines davon im Fuhrpark der Ambulanten Dienste St. Elisabeth. Zwei weitere Elektroautos für die Technische Abteilung und die familiale Pflege sind 2017 hinzugekommen.

Im Alterstraumatischen Zentrum (ATZ) von DIAKO und St. Franziskus-Hospital arbeiten Spezialisten aus Geriatrie und Unfallchirurgie eng zusammen.  Das ATZ konnte 2017 durch die Deutschen Gesellschaften für Geriatrie zertifiziert werden.

Die Bettenkapazität im St. Franziskus-Hospital ist auf insgesamt 375 Betten erhöht worden.

2018

Dem Flensburger Darmzentrum ist es gelungen, sich von einem Zentrum der Kategorie C zu einem Zentrum der Kategorie A hochzuarbeiten. Diese Höherstufung ist das Ergebnis verbesserter Kennzahlen in der Prozess- und in der Behandlungsqualität. Durch diese gute Teamleistung wurde dem Darmzentrum offiziell durch die Deutsche Krebsgesellschaft eine sehr gute Behandlungsqualität bescheinigt. In Deutschland gibt es insgesamt 281 zertifizierte Darmkrebszentren (Stand 31.12.17) und das Zentrum im St. Franziskus-Hospital konnte eine der Top-Platzierungen erreichen.