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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Stellungnahme zur Berichterstattung und Leserbriefen zu unseren Verabschiedungszimmern

24.05.2018

Wir möchten zur Berichterstattung im Flensburger Tageblatt vom 25. April und den darauffolgenden Leserbriefen Stellung beziehen, da der Bericht von Geschäftsführer Klaus Deitmaring im Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt Flensburg bedauerlicherweise missverstanden worden ist.

Wir verfügen im St. Franziskus-Hospital auch weiterhin über unsere Verabschiedungszimmer, die dem St. Franziskus-Hospital elementar wichtig sind, um den individuellen Sterbeprozessen unserer betroffenen Patienten und den begleitenden Angehörigen in bestmöglicher Weise im Krankenhaus gerecht zu werden.

Unabhängig von dem leider erst mittelfristig verfügbaren Klinikneubau und der aktuell begrenzten räumlichen Klinikstruktur des St. Franziskus-Hospitals erfolgt die stetig zunehmende Inanspruchnahme des St. Franziskus-Hospitals durch schwererkrankte Patienten.

In Zeiten maximaler Belegungserfordernisse und der Notwendigkeit der  Gewährleistung der jederzeitigen Aufnahme stationärer Notfallpatienten im St. Franziskus-Hospital werden als letzte mögliche Maßnahme auch zukünftig fallweise einige Verabschiedungszimmer genutzt, um somit die alternative Unterbringung der betroffenen Notfallpatienten auf Stationsfluren zu vermeiden.

Im Ausschuss hatte Klaus Deitmaring auf Anfrage zu der extremen Inanspruchnahme des St. Franziskus-Hospitals in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 aufgrund der massiv erhöhten Influenzaerkrankungen berichtet. Landesweit waren in diesem Zeitraum die Akutkrankenhäuser in Schleswig-Holstein mit einer deutlich erhöhten Notfallversorgung konfrontiert worden.
 
Konkret konnte das St. Franziskus-Hospital in diesen Wochen den stationären Notfallbehandlungserfordernissen nur dadurch gerecht werden, weil

  • die wenigen 1- und 2-Bett-Zimmer ausschließlich für medizinisch notwendige Behandlungen, z. B. Isolierungserfordernisse genutzt,
  • alle aufstellbaren Krankenbetten für die medizinisch-pflegerische Versorgung bereitgestellt und
  • Verlegungen geeigneter Patienten in benachbarte Krankenhäuser sofern vertretbar und möglich veranlasst wurden.

Als letzte Maßnahme für eine patientengerechte Unterbringung blieb darüber hinaus nur die teilweise Inanspruchnahme der Verabschiedungszimmer für die Akutbehandlung unserer Patienten.

Durch diese Maßnahmen konnten wir den erhöhten Behandlungserfordernissen entsprechen und mussten das St. Franziskus-Hospital nicht aus der Notfallversorgung zu Lasten benachbarter Krankenhäuser und zu Lasten unserer Notfallpatienten abmelden.

Diese Situation war für alle betroffenen Patienten und Angehörigen sowie für unser Klinikpersonal psychisch und physisch sehr belastend. Die Patienten und Angehörigen bitten wir um Ihr Verständnis und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken wir uns für den außerordentlichen persönlichen Einsatz in dieser Zeit.