Navigation
Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Stellungnahme zu dem am 5. August 2017 im Flensburger Tageblatt erschienenen Artikel „St. Franziskus-Hospital: Mitarbeiter in Sorge“

15.08.2017

Um die Belastungen des Pflegeberufs zu reduzieren und die Ausübung dieses Berufsbildes attraktiver zu gestalten, haben wir in den vergangenen Jahren pflegefremde Aufgaben wie die Reinigungstätigkeiten und Patiententransporte Stück für Stück an Dienstleister übergeben und setzen diese Strategie nun mit der Übertragung der auf unseren Stationen durch die Stationshilfen erbrachten Unterstützungsdienste an die Malteser Dienstleistungsgesellschaft Primus fort. Unsere Erfahrungen mit der Übertragung der Patiententransporte auf die Firma Primus im Herbst 2016, die zu sehr positiven Reaktionen von Mitarbeitenden in der Pflege führte, bestätigt uns in diesem Vorhaben.

Bei Personalausfällen haben die Pflegeteams die Aufgaben unserer Stationshilfen situativ immer übernommen. Durch eine klare Trennung der pflegefremden Aufgaben von der pflegerischen Verantwortung werden wir dieses Problem lösen. Zudem erwarten wir von der Übernahme dieser Aufgaben durch unseren professionellen Dienstleister eine höhere Effizienz und dadurch auch einen wirtschaftlichen Vorteil für das St. Franziskus-Hospital.

Unser Ziel ist, dass sich jedes an den Aufgaben unseres Krankenhauses beteiligte Unternehmen (St. Franziskus-Hospital, Primus und MCS) mit seiner Kernkompetenz auf seine Aufgaben konzentrieren und sich professionell ausrichten kann. Wir als Krankenhaus gewährleisten primär eine qualifizierte Behandlung, Therapie und Pflege unserer Patientinnen und Patienten.

Die Fakten sind in dem am 5. August im Flensburger Tageblatt erschienenen Artikel sachlich leider nicht korrekt und vollständig wiedergegeben worden. Das Konzept zur Übertragung der Stationshilfedienstleistungen an unsere Malteser Servicegesellschaft Primus ist weder abschließend erstellt noch in seiner endgültigen Fassung mit unserer Mitarbeitervertretung beraten worden. Der Artikel beruht alleinig auf subjektiven Befürchtungen und Sorgen der beiden Interviewpartner der Gewerkschaft Verdi. Leider wurde uns keine Gelegenheit gegeben, in einem Interview Stellung zu beziehen, was wir sehr bedauern.

Unseren unbefristet angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stationshilfedienst bleibt beim Wechsel des Arbeitgebers auf Wunsch ihr bisheriger Stationsarbeitsplatz im St. Franziskus-Hospital erhalten. Zudem werden wir aus unserer Fürsorgepflicht heraus finanzielle Einbußen für die betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermeiden oder kompensieren. Es ist uns sehr daran gelegen, die Unsicherheiten unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in persönlichen Gesprächen in den nächsten Tagen zu klären. 

Ihr Krankenhausdirektorium