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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine der drei zur Verfügung stehenden Methoden, Tumoren zu behandeln.

Unter einer Strahlentherapie versteht man die Behandlung mit ionisierenden Strahlen (z.B. mit Röntgenstrahlen, Elektronenstrahlen oder radioaktiven Isotopen) bei verschiedenen Leiden, vor allem bei Tumorerkrankungen.

Die Strahlentherapie ist eine der drei zur Verfügung stehenden Methoden, Tumoren zu behandeln. Sie kann alleine oder in Verbindung mit einer Operation oder Chemotherapie durchgeführt werden. Bei vielen Tumorarten ist allein die Strahlentherapie die entscheidende Behandlung.

Da es zahlreiche, unterschiedlich verlaufende Tumorerkrankungen gibt, muss die entsprechende Strahlenbehandlung gewählt werden. In den meisten Fällen wird der Krankheitsherd von außen durch die Haut bestrahlt. Manchmal ist es jedoch notwendig, Strahlenquellen in Körperhöhlen oder Organe einzubringen oder radioaktive Substanzen zu verabreichen.

Die Strahlentherapie kann als alleinige Behandlung zur Heilung eines Tumorleidens eingesetzt werden, aber auch als Ergänzung zu einer Operation oder Chemotherapie erfolgen. Auch Tumorabsiedlungen können durch Bestrahlungen gut und nachhaltig beeinflusst werden oder Schmerzlinderung erfahren.

Bestrahlungsgeräte
Es gibt mehrere Arten von Bestrahlungsgeräten, die sich dadurch unterscheiden, dass sie unterschiedlich tief in den Körper eindringende Strahlenarten liefern. Da Tumoren oberflächlich, unter der Haut oder tief im Körperinneren liegen können, benötigen wir unterschiedliche Strahlenarten um jeden Tumor mit einer ausreichenden Strahlendosis zu erreichen. Oft kann durch die Wahl einer bestimmten Strahlenart oder Technik eine bessere Schonung des gesunden Gewebes in der Umgebung eines Krankheitsherdes erreicht werden. Wir unterscheiden im Wesentlichen folgende Bestrahlungsgeräte und Strahlenarten:

Linearbeschleuniger

Das Gerät für die perkutane ("durch die Haut gehende")Therapie liefert zwei verschiedene Arten von Strahlung.

  1. Ultraharte Röntgenstrahlen (Photonen), die sich aufgrund ihrer Eindringtiefe sehr gut für halbtief und tief im Körper gelegene Tumoren eignen.
  2. Elektronenstrahlen, die im Gewebe stark abgebremst werden und daher sehr gut für oberflächliche, in oder dicht unter der Haut gelegene Tumoren geeignet sind.

Afterloading oder Brachytherapie

Bei bestimmten Tumorerkrankungen werden Strahlenträger direkt in den Körper eingebracht. Dazu gehören computergesteuerte Einlagen mit Iridium, die häufig bei Unterleibstumoren vorgenommen werden oder Jod-Seeds bei Prostatatumoren. Ein Teil dieser Einlagen ist völlig schmerzlos, andere können Schmerzen verursachen und werden deshalb in einer kurzen Narkose durchgeführt.