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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Ihre Bestrahlung

Die Bestrahlung ist schmerzlos und dauert nur mehrere Sekunden oder einige Minuten.

Wir stellen vor Beginn einer Strahlenbehandlung stets einen Terminplan auf. Sie erfahren, wie viele Tage in der Woche und wie lange Sie voraussichtlich bestrahlt werden. Sie müssen allerdings bedenken, dass Anzahl und Art der Bestrahlungen während der Behandlung bisweilen geändert werden müssen. Wir richten uns nach Ihrem Befinden, eventuellen Nebenwirkungen und dem Ansprechen des Tumors auf die Strahlenbehandlung.

Viele Patienten haben Angst vor der ersten Bestrahlung. Dies ist verständlich, aber unbegründet. Die Bestrahlung selbst ist schmerzlos und dauert je nach Bestrahlungsgerät und Lage des Krankheitsherdes nur mehrere Sekunden oder einige Minuten. Die meisten Bestrahlungen werden im Liegen auf einem speziellen Tisch durchgeführt.

Im Behandlungsraum dauert die Vorbereitung zur Bestrahlung meist wesentlich länger als die Strahlenbehandlung selbst. Sie müssen richtig auf dem Bestrahlungstisch gelagert werden, und das Bestrahlungsgerät muss auf einen vorher bestimmten Winkel eingestellt werden. Eventuell müssen Lagerungshilfen wie Kopfmasken sowie strahlenschützende Blöcke über Ihrem Körper angebracht werden.

Das Team steht mit Ihnen in ständiger Sicht- und Sprechverbindung. Optimal ist eine ruhige Lage während der Dauer der Bestrahlung, da nur so der Krankheitsherd vollständig im Bestrahlungsbereich bleibt.

Sicherheitsvorkehrungen

Die Sicherheitsvorkehrungen sind an unseren Bestrahlungsgeräten besonders sorgfältig entwickelt und unterliegen genauen gesetzlichen Vorschriften - der Strahlenschutzgesetzgebung. Die Geräte werden regelmäßig vom hierfür speziell ausgebildeten Medizinphysiker und dem Hersteller gewartet, sowie vom TÜV überwacht. Bei der Vorbereitung zur Bestrahlung werden Sie feststellen, dass verschiedene Laser-Lichtquellen auf die Oberfläche Ihres Körpers gerichtet werden. Diese dienen zur Einstellung der auf Ihrem Körper eingezeichneten Markierungen. Alle Geräteeinstellungen werden vor jeder einzelnen Bestrahlung vom Computer geprüft und nur dann freigegeben, wenn alles stimmt. Die tatsächliche Strahlendosis wird während jeder Behandlung gemessen und alles von der MTA (Medizinisch Technische Assistentin) genau überwacht und aufgezeichnet.

Nachuntersuchungen

In den Jahren nach einer Behandlung werden regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich sein. Diese erfolgen in den ersten zwei Jahren vierteljährlich, danach halbjährlich und ab dem fünften Jahr nur noch einmal im Jahr. Wir führen diese Kontrolluntersuchungen gerne in Zusammenarbeit mit Ihren überweisenden Ärzten durch. Ergänzende Untersuchungen wie z.B. Laborbefunde, Röntgen- und Isotopenuntersuchungen geben uns zusätzlich über den Erfolg der Behandlung Auskunft. Ein eventueller Rückfall der Erkrankung oder das Auftreten von Absiedlungen können bei Nachuntersuchungen frühzeitig erkannt und dann wirksam behandelt werden.

Nebenwirkungen

Voraussetzung für eine Tumorheilung ist natürlich die strahlenbedingte Vernichtung des Tumorgewebes. Wie bei einer Operation oder Chemotherapie können jedoch auch bei der Bestrahlung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Da die Zerfallsprodukte des Tumorgewebes vom Körper verarbeitet werden müssen, können sich das Allgemeinbefinden und der Appetit vorübergehend verschlechtern. Des Weiteren kann gesundes, mitbestrahltes Gewebe- Haut, Schleimhäute oder Darm - mit Reizerscheinungen reagieren.

Natürlich wird die Strahlenbehandlung derart geplant, dass die Nebenwirkungen in geringem Ausmaß auftreten. Die meisten Patienten können deshalb ambulant bestrahlt werden. Die Nebenwirkungen selbst hängen entscheidend vom bestrahlten Körperbereich ab. Wir geben Ihnen deshalb im Rahmen eines aufklärenden Gesprächs gezielte Informationen über mögliche Nebenwirkungen und Hinweise für deren Behandlung. Es ist wichtig, dass Sie sich während und nach der Strahlenbehandlung vernünftig ernähren und sich genügend Ruhe gönnen. Prüfen Sie selbst, in wie weit Sie sich Bewegung und Ablenkung verschaffen können, ohne sich zu überlasten. Falls Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die betreuende MTA oder den Arzt.