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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Mandelentfernung (Tonsillektomie)

Ablauf der Mandelentfernung

Obwohl der Eingriff selbst relativ „klein“ ist (ca. 15 min unter Vollnarkose), ist der empfohlene stationäre Aufenthalt immer noch eine Woche. Dies ist deutlich länger als bei den meisten übrigen HNO-chirurgischen Eingriffen, hängt aber damit zusammen, dass durch die anatomische Nähe zu größeren Gefäßen eine relativ größere Nachblutungsgefahr als bei anderen Operationen besteht.

Auch neuere Operationsmethoden wie die Lasertonsillektomie (Mandelentfernung mit Laser) konnten nach wissenschaftlichen Auswertungen keine signifikante Verminderung des Risikos bewirken. Das Gleiche gilt für die postoperative Schmerzsymptomatik. Gleiches gilt für die Coblationstonsillektomie durch, die technisch auf dem Prinzip der Radiofrequenzchirurgie basiert, nur insgesamt eine geringere thermische Schädigung des angrenzenden Gewebes hervorruft.

Weil die genannten Methoden wissenschaftlich keinen Vorteil bieten und Kinder im Gegenteil mit Strom und thermischen Schäden durch Laser nicht unnötig belastet werden sollten führen wir die Mandelentfernung (Tonsillektomie) scharf in bewährter Technik aus. Im Anschluss nehmen wir uns die Zeit durch Kompression eine Blutstillung zu erreichen. Hierdurch ist der Einsatz einer bipolaren Kaustik nur noch minimal oder gar nicht notwendig und das Kind hat im Idealfall keinen Kontakt zu Strom und keinen thermischen Schaden erfahren.