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Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Kopf-Hals-Tumoren

Diagnostik, Therapie & Nachsorge aus einer Hand
Zukünftige Versorgung von Patienten mit Tumorerkrankungen

Patientenorientierte HNO-Untersuchung in Flensburg

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000 Menschen an einem gut- oder bösartigen Tumor im Kopf-Halsbereich. Die Abklärung und Behandlung solcher Raumforderungen zählt zu den Schwerpunkten unserer neuen Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Flensburg. Dies beinhaltet vor allem Erkrankungen des Kehlkopfes, des Rachens, der Mundhöhle inklusive der Tumoren der großen Speicheldrüsen, sowie Erkrankungen der Halslymphknoten.

Tumor-Diagnostik

Am Anfang steht die ausführliche Diagnostik zur Klärung der Beschaffenheit und Ausdehnung des Tumors. In einem persönlichen Gespräch erläutern unsere Ärzte die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen. Üblicherweise zählen hierzu die komplette Erhebung des Hals-Nasen-Ohrenbefundes sowie verschiedene bildgebende Verfahren. Dies beinhaltet Ultraschalldiagnostik, Endoskopie und - je nach Erfordernis - weitere radiologische Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT).
 
Soweit möglich werden diese Untersuchungen im St. Franziskus-Hospital durchgeführt, um unseren Patienten zusätzliche Wegstrecken oder Wartezeiten zu ersparen.

Häufig ist zur sicheren Diagnosefindung auch eine weiterführende endoskopische Untersuchung in Vollnarkose zur Entnahme von Gewebeproben erforderlich. Diese erfolgt dann kontrolliert unter stationärer Überwachung.

Planung einer Tumor-Therapie

Nach umfangreicher Diagnostik zur Diagnosesicherung und Bestimmung der Ausdehnung der Tumoren erfolgt eine fächerübergreifende individuelle Therapieplanung, ausgerichtet nach den Bedürfnissen des betroffenen Patienten. In dieser interdisziplinären Tumorkonferenz wird gemeinsam mit Onkologen und Strahlentherapeuten sichergestellt, dass jeder Patient die in seinem Fall optimale Therapie erhält. So gilt es beispielsweise zu klären, ob Patienten neben einer chirurgischen Therapie eine zusätzliche Bestrahlung erhalten sollten. Auch kann es Fälle geben, in denen lediglich eine kombinierte Radio- und Chemotherapie ohne operative Maßnahmen angezeigt ist.
 
Die langjährige Erfahrung unserer beteiligten Fachdisziplinen stellt sicher, dass stets alle verfügbaren und erfolgversprechenden Therapieverfahren in die Behandlungsplanung mit einbezogen werden. Dabei ist es unser besonderes Anliegen, unter Beachtung des individuellen Falles und des Patientenwohls, sorgfältig zwischen der besten Heilungschance einerseits und einer vertretbaren Belastung des Patienten andererseits abzuwägen, um so ein ganzheitliches Behandlungsschema für jeden Patienten sicherzustellen.

Therapie - Operation ja oder nein?

Je nach Erfordernis kann eine minimalinvasive, organerhaltende Chirurgie, als auch eine radikale Tumorchirurgie erfolgen. Im Falle eines radikalen Tumoreingriffs stehen uns zahlreiche plastische Operationsmethoden zur Wiederherstellung beispielsweise eines Teils der Zunge, des Weichgaumens, des Schlundes oder von Gesichtsweichteilen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um lokale Lappenplastiken bis zu revaskularisierten Transplantaten (z.B. "Radialislappen"), in anderen Fällen um gestielte Fernlappen, beispielsweise der gestielte Brustmuskellappen.
 
Großen Wert legen wir auf den Funktionserhalt der betroffenen Organe, bzw. Maßnahmen zur Rehabilitation. Hierzu zählt zum Beispiel die operative Versorgung mit einer Stimmprothese im Falle einer erforderlichen Kehlkopfentfernung.

Nachsorge - Wichtig zur Früherkennung von Komplikationen

Im Falle einer Tumorerkrankung ist nach Abschluss aller Therapiemaßnahmen eine regelmäßige Kontrolle erforderlich. Hierzu werden die betroffenen Patienten weiterhin engmaschig im Rahmen unserer Tumorsprechstunde von uns persönlich betreut und untersucht. Auch für auftretende Probleme aller Art bleiben wir jederzeit Anlaufstelle und Ansprechpartner.

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